Kinderaugenheilkunde PDF Drucken E-Mail


Babys können schon kurz nach der Geburt mit ihren Augen die Umwelt wahrnehmen – allerdings nur undeutlich. Die Fähigkeit, Farben zu sehen, hell und dunkel zu unterscheiden, Bewegungen und Gesichter zu erkennen ist bereits sehr früh nachgewiesen.

Die Sehschärfe, die das Kind später zum Lesen benötigt, muss sich innerhalb eines begrenzten Zeitraumes durch ständiges unbewusstes Einüben entwickeln. Mit Schulbeginn ist das „Lernprogramm“ der Augen praktisch abgeschlossen. Es gilt: „Was Hänschen nicht sieht, sieht Hans nimmermehr“.

In den ersten Lebenswochen kann ein Kind die Bewegungen der beiden Augen noch nicht richtig koordinieren. Gelegentliches Schielen ist in diesem Alter kein Grund zur Beunruhigung. Auch fixieren will gelernt sein.

Wenn jedoch ein Auge ständig von der Richtung abweicht, ist keine Zeit zu verlieren.

Da es auch ohne sichtbare Schielstellung möglich ist , dass das Kind funktionell nur ein Auge benutzt, ist allen Eltern zu empfehlen, ihr Kind, zusätzlich zur U7 im Alter von 30-42 Monaten augenärztlich untersuchen zu lassen. Lassen Sie Ihr Kind beim geringsten Verdacht besonders bei Vorliegen von Schielen und höheren Fehlsichtigkeiten in der Familie schon im ersten Lebensjahr untersuchen.